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Album Review

Kanye Cover

Interpret: Kanye West presents G.O.O.D. Music
Titel: Cruel Summer
Label: G.O.O.D. Music/Def Jam

Veröffentlichung: 14.09.2012

Für Fans von: 2Chainz, Jay-Z, ASAP Rocky, Wiz Khalifa, Lupe Fiasco

##### SCORE: 7/10 – Reinhören! #####

„Come and have a GOOD time with G.O.D.!” heißt es auf dem “Cruel Summer” Sampler der “G.O.O.D. Music” Crew rund um Kanye West, Pusha T, John Lennon, Big Sean, Cyhi The Prynce, Kid Cudi und Common. Große Namen mag man meinen – aber können sie halten, was sie versprechen?

Seit nunmehr 2 Wochen steht das Teil in den Läden und wir haben uns reichlich Zeit genommen, gründlich reinzuhören. Entstanden ist dabei ein gemischtes Bild: Wir wurden zwar nicht enttäuscht, aber auch nicht maßlos vom Hocker gehauen. Es wurde bei Weitem nicht das ganze Potential ausgenutzt, das in diesen Leuten zweifelsohne steckt. Besonders in der zweiten Hälfte lässt die Scheibe ziemlich nach – leider. Somit insgesamt solide mit etwas mehr Höhen als Tiefen.


Der Intro-Song „To The World“ von Kanye West & R. Kelly schafft einen feierlichen, fast schon frenetischen Start und macht Lust auf mehr. Tolle Kells Vocals treffen auf typischen Kanye Rap – gute Nummer!
Weiter geht es mit den aktuellen Single-Auskopplungen „Clique“ und „Mercy“, die sich natürlich auch bei uns im proTON längst etabliert haben. Gelungene Club-Nummern, die nach wie vor jeden Hip-Hop-Laden sprengen.

Mit „New God Flow“ folgt dann definitiv der Höhepunkt der Compilation. Pusha T und Kanye West beweisen, warum G.O.O.D. Music momentan als eine der Top-Gruppierungen im Rap-Bereich gehandelt wird. Wu-Tang‘s Ghostface Killah (der auf diesem Track übrigens gesampled wird) ist dann noch das i-Tüpfelchen des Songs. Sidenote: Wer innerhalb der letzten Monate das Geschehen in der Hip-Hop-Welt beobachtet hat und auf die Lyrics achtet, wird bemerken, dass besonders Pusha T hier quasi dauernd subliminal shots in Richtung Young Money feuert!

„The Morning“ beendet dann erst einmal die großen Kracher und ist eher ein gemütliches Ding, auf dem man den Großteil der G.O.O.D. Music Crew zu hören bekommt. Einen kleinen Gast-Part hat kein geringerer als 2Chainz, der inoffiziell längst zum erweiterten Kreis der Crew gehört.
Auf „Cold“ hören wir dann ein Kanye West Solo auf einem Hit-Boy Beat (u.a. auch verantwortlich für „N---as in Paris“). Für alte Kanye Fans wohl ein etwas ungewohnter Sound für Mr. West Verhältnisse – nichtdestotrotz eine coole Nummer, die jedoch im Schatten der anfänglichen Kracher steht.

Wie angekündigt geht es in der zweiten Hälfte etwas bergab: „Higher“, „Sin City“, „Creepers“ und „Bliss“ sind zwar allesamt Songs, die gute Ansätze zeigen. Aber letztlich fehlt es an Konsistenz und Wiederspielwert. Es soll auch Menschen geben, die diesen Songs einiges abgewinnen können - wir gehören nicht dazu.

Gänzlich aus der Reihe tanzt dann zuletzt „Don’t Like“. Dabei handelt es sich um die G.O.O.D. Version von Chief Keef’s Smash-Hit. Zwar können alle überzeugen und besonders Jadakiss beweist mal wieder, warum er immer ein Feature wert ist – allerdings hat es einen faden Beigeschmack, einen Song auf den Sampler zu packen, der nicht im Entferntesten das eigene Werk ist.

Das war’s dann auch schon – nach gerade einmal 12 Songs ist Schluss. Kommerziell ist „Cruel Summer“ übrigens ein voller Erfolg und man hört bereits erste Worte über „Cruel Winter“…

iTunes: http://itunes.apple.com/de/album/kanye-west-presents-good-music/id561345385
Amazon: http://www.amazon.de/G-O-O-D-Music-Cruel-Summer-Various/dp/B00940KWZ0/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1349108552&sr=8-1

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